Digital Detox: Achtsamer Umgang mit dem Smartphone

Kennst du das noch als du dich mit Freunden getroffen hast, indem du dich mit ihnen tatsächlich an ein und derselben Stelle befunden hast? Du einfach hingefahren bist, wenn niemand da war, gewartet hast oder wieder nach Hause gefahren bist?

Noch vor ein paar Jahren war dies an der Tagesordnung. Es war normal in den Zeiten ohne Smartphone. Du hast allenfalls einem Freund oder Bekannten eine SMS-Nachricht gesendet oder eine Nachricht auf dem Anrufbeantworter hinterlassen. Folglich wusstest du auch nicht ob der Empfänger die Nachricht, erhalten und/oder gelesen hat. Wäre es nicht dafür schön, Digital Detox ein paar Wochen zu machen.

Heute ist dies anders, denn wenn du eine Nachricht bekommst über Whatsapp. Whatsapp ist der Nummer Eins Messenger unter allen Plattformen, die diesen Service anbieten. Dann beginnt der Stress, sobald du trotz zwei blauer Häkchen nicht direkt antworten kannst.

Unsere Smartphones sind mit uns verwachsen. Diese permanente Erreichbarkeit ist eher Fluch als Segen. Unser komplettes Leben funktioniert nur noch in Verbindung mit diesen Geräten. Digital Detox möchte niemand machen.

Achtsamkeit und Smartphones. Wie passt das zusammen?

Im Zuge meiner Persönlichkeitsentwicklung bin ich sehr achtsam geworden. Achtsamkeit bedeutet bewusst zu leben. Bewusst wahrzunehmen was in der Umgebung passiert und eigenverantwortlich zu leben.

Vor einigen Monaten war Achtsamkeit noch ein relatives Fremdwort für mich, natürlich hatte ich es bereits gehört aber die Bedeutung war mir eher unklar. Folglich wusste ich auch nicht wie wichtig, Achtsamkeit tatsächlich ist.

Ich habe mir Achtsamkeit, wie folgt definiert:
„Bewusster Umgang mit mir, meinem Umfeld und dem Leben. Regelmäßig zu reflektieren um mir und meinen Mitmenschen ein besseres Leben zu ermöglichen, in dem nach Autopilot zu leben keinen Platz hat. Manipulationen von außen und auch innen erst zu hinterfragen bevor ich etwas tue, was mir eventuell im Nachhinein mehr schadet als, dass es mir Gut tut.“

Leben auf Autopilot ohne bewusste Entscheidungen.

Wenn ich heute unterwegs bin in öffentlichen Verkehrsmitteln, egal ob Bus, Bahn oder Zug, dann betrachte ich gern völlig bewusst mein direktes Umfeld. Nicht passiv, wie es nahezu 95% tun, sondern aktiv. Hierzu lasse ich mein Smartphone ganz bewusst in der Tasche auch meine Kopfhörer habe ich nicht an oder in den Ohren. Ich habe sie zwar Griffbereit, da ich unheimlich gerne über das Headset telefoniere aber im Normalzustand sind meine Ohren frei, für den Empfang des Äußeren.

Meine Beobachtungen sind folgende:

Unabhängig von dem Verkehrsmittel in dem ich mich befinde, hören die Menschen ständig Musik oder ähnliches, so ein manches Mal auch so laut, das Andere und auch ich dadurch gestört werden. Dies ist einer der Gründe, weshalb Respekt und Anstand verloren gegangen zu sein scheinen.
Außerdem hat ein hoher Prozentsatz der Reisenden ständig sein Smartphone in der Hand, sie schauen Videos, führen eine Konversation mit Freunden, Bekannten oder wem auch immer. Instagram, Facebook und Youtube sind wahre Unterhaltungsmaschinen. Ich selbst weiß es aus eigener Erfahrung, dass es Normal erscheint, weil es ja gefühlt alle so machen. Doch es sind längst nicht alle.

Das Smartphone dient als Freundesersatz, Digital Detox ist nicht gewollt.

Anerkannt zu werden ist etwas, was für jeden Menschen, egal welchen Hintergrund dieser hat, gleichermaßen wichtig ist. Das Smartphone gibt uns Menschen dieses Gefühl, doch daraus ist eine Abhängigkeit geworden.

Steve Jobs, eines meiner größten Vorbilder, hat der Welt mit seinen Produktinnovationen viel gegeben. Denn er wollte der Menschlichen Gesellschaft ein Werkzeug schaffen mit dessen Hilfe sie ihre Aufgaben einfacher, effizienter und produktiver erledigen konnten. Außerdem setzte er sich ein Ziel, welches sehr groß ist. Er wollte, dass jeder Mensch einmal mit weißen Kopfhörern durch die Welt laufen wird. Nun im Jahre 2017 (10 Jahre nach der Veröffentlichung und dem Verkaufsstart des IPhones) hat er dies beinahe geschafft.

Diese Anerkennung hat er leider zu Lebzeiten nie wirklich erleben dürfen. Ich kann dir an dieser Stelle seine Biographie empfehlen, sie enthält einige erstaunliche Fakten, welche kaum jemand über Steve weiß. Mich hat dieses Buch in vielerlei Bereichen geprägt.

Smartphones sind kleine Alleskönner.

Das IPhone sowie auch die anderen Smartphones auf dem Markt haben es in jeden Haushalt geschafft. Sie sind nichtmehr Wegzudenken. Ob du bloß eine Nachricht versenden möchtest, Einkaufen möchtest oder auch von unterwegs deine Formulare für die Arbeit bearbeiten möchtest. Smartphones können dies mit Leichtigkeit. So ist von Herstellerseite sichergestellt, dass du alles mit ihnen machst. Sie sind so ein ständiger Begleiter geworden.

Stress, Unzufriedenheit und nervliche Angespanntheit sind nur einige Faktoren, die man an denen Ablesen kann, deren Akku leer oder deren Telefon ausgeschaltet ist.

Zeit ist unser aller kostbarstes Gut und dennoch verschwenden wir einige durch unsere permanente Verwendung dieser Geräte.

Wandel der Grundbedürfnisse.

Das Smartphone gehört zum Leben dazu. Grundbedürfnisse wie genügend Lebensmittel, ein Dach über dem Kopf und fließendes Wasser sind in der heutigen Zeit zu einer Selbstverständlichkeit geworden. Deshalb denken nur wenige heutzutage darüber nach, dass es auch einmal andere Zeiten gab. In einigen Teilen der Welt herrscht auch heute noch ein solcher Zustand. WLAN und ein voller Akku sind neue Grundbedürfnisse.

Der bewusste Umgang mit dem Smartphone wird deshalb von Tag zu Tag wichtiger, das Gerät zu nutzen um sich unterhalten zu lassen ist ganz nett aber es bringt einen nicht voran. Deshalb nutze auch du dein Smartphone, wie es Steve Jobs bereits wollte, als Werkzeug um deinen Alltag besser zu machen.

Führe regelmäßige Pausen ein. Pausen in denen du dich deiner Passion widmest und vor allem deinem Wohlbefinden. Tue dir etwas Gutes ohne dein Telefon zu nutzen.

Auch ich habe erst vor kurzem, das Meeting mit mir Selbst eingeführt, hierbei sind sämtliche Elektronischen Geräte ausgeschaltet. Dadurch entkomme ich der Stressfalle und kann mich auf mich konzentrieren ohne Ablenkungen von außen. Außerdem habe ich in meinen Alltag eine Morgen- und Abendroutine implementiert während ich dieser Nachkomme ist mein Telefon ausgeschalten bzw. im Flugmodus. Ich nutze mein Smartphone auch nur noch zu festen Zeiten am Tage und nicht in jeder freien Sekunde.

Anfangs ist dies sehr ungewohnt, dennoch muss man da durchhalten, damit sich eine neue Gewohnheit implementiert. Die später wie von selbst erledigt wird.

Abschliessende Worte.

Zum Ende dieses Beitrags möchte ich dir noch eine persönliche Buchempfehlung mitgeben, von Aljoscha Long das Buch “Die 7 Geheimnisse der Schildkröte”. Dieses Buch bringt dir Ruhe und Gelassenheit aber auch Weisheit und Stärke. Mir hat es sehr gefallen und geholfen bei dem Perspektivwechsel auf das Leben.

Gerne freue ich mich von dir zuhören, hinterlasse mir hier einen Kommentar oder schreibe mir eine E-Mail (contact@staymotivated.de) ich werde dir sehr gerne antworten. Jedes Feedback erfreut mich, dir stets bessere Inhalte liefern zu können. Danke dir.

Einen wunderschönen Tag wünsche ich dir und viel Freude beim durchstöbern meiner anderen Beiträge.

Dein Paul.

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