Vorbereitung ist Trumpf: Sei vorbereitet…

Du hast etwas Großes vor und möchtest optimal vorbereitet sein. Doch du weißt nicht, was dich erwarten kann beziehungsweise erwarten wird. Keine Sorge, so geht es jedem. Die Vorbereitung wird dich beschützen.

Gegenwind von dir wichtigen Menschen ist normal. Rückschläge kommen vor dem Aufstieg. Die beste Vorbereitung besteht darin, bereits beim Start das Wissen zu haben, dass es jederzeit zu einem Rückschlag kommen kann und du „nass“ wirst, egal, was du tust.

Im Hagakure, dem Ehrenkodex der Samurai, steht etwas, was ich gern hier zitieren würde:

“Von einem Gewitter kann man etwas lernen. Wenn du plötzlich von einem Regenschauer überrascht wirst, dann läufst du die Straße entlang, um nicht nass zu werden. Aber auch, wenn du beim Laufen die Dachvorsprünge nutzt, wirst du trotzdem nass. Wenn du auf den Schauer von Anfang an vorbereitet bist, wirst du nicht überrascht sein, auch wenn du trotzdem nass wirst. Das lässt sich auf alle Situationen übertragen.”

Diese Lehre begegnete mir erstmals in dem Film „Ghost Dog“ und verfolgt mich seitdem quer durch mein Leben. Jedes Mal, wenn etwas nicht so läuft, wie ich es mir gewünscht hätte aber auch, wenn es plötzlich beginnt zu regnen.

Vorbereitung ist das Beste Training, dass es gibt

Während ich in einem solchen Moment mit einem Lächeln dennoch meinen Weg weitergehe, blicke ich in die Gesichter meines aktuellen und derzeitigen Umfelds und sehe negative Gemüter.

Wenige gehören zu den Menschen, die sich nicht aufregen werden über Dinge, die Sie nicht ändern oder zu verantworten haben. Auch mir fiel es nicht einfach so zu.

Noch vor einigen Monaten bekam ich schlechte Laune und ich war sauer, wenn

– es begann zu regnen.

– der Zug Verspätung hatte.

– ich im Stau steckte.

– mir ein Fremder unverhältnismäßig entgegentrat.

Seitdem ich stets damit rechne, dass auch andere Menschen mal einen schlechten Tag haben oder der Himmel die Feuchtigkeit loswerden möchte, fühle ich mich um einiges freier.

Und nebenbei, schließe beim nächsten Regenschauer doch mal die Augen. Nur, wenn die Situation es zulässt, natürlich. Der Regen hört sich mit geschlossenen Augen wie Applaus an. Ebenfalls fühlt sich die Welt doch um einiges reiner an, nachdem es geregnet hat. Die Luft ist befreit von dem Staub, mir fällt es danach immer leichter zu atmen. Außerdem werden die Straßen gereinigt. Jedem Regenschauer bin ich dankbar, denn er erdet mich wieder.

Regentropfen sind selbst nichts Schlimmes, auch Rückschläge nicht. Erst wenn der Körper einen Geist beherbergt, der sich in Abwehrhaltung befindet, geht Leid von ihm aus.

„Nicht schon wieder!“

oder

„Warum immer ich?“

oder aber auch

„Verdammter Regen!“

Sicher kennst du einen Monolog in dieser Art. Auch mir ist dies nur zu gut bekannt. Unser Unterbewusstsein versucht uns so zu beeinflussen.

Warum? Weil es alle machen.

Wir denken nicht mehr bewusst über unser Handeln nach, sondern befinden uns auf Autopilot. Leider steuert der Autopilot uns auch in das Verderben, ohne Rücksicht auf unsere Träume zu nehmen.

Doch wie wäre es, wenn wir statt uns zu beschweren über die Einführung des autonomen Fahrens, unseren eigenen Autopiloten deaktivieren und das Steuer wieder in die Hand nehmen. Das wäre sicher richtig verrückt? Weil es kaum einer macht. Mach es einfach. So wie der Nike-Slogan: Just do it.

Im Juli 2017 geht es für meinen besten Freund, Constantin Decker und mich, von Hannover nach Paris mit dem Fahrrad. Mental sind wir bereits in Paris und uns einig, dort tatsächlich am 20. Juli 2017 zu sein. In 10 Tagen 1200 Kilometer zu radeln, ist eine riesige Herausforderung, die eine durchdachte Vorbereitung erfordert. Wir wünschen uns selbstverständlich keinen Regen. Wir sind uns allerdings bewusst, dass die Wahrscheinlichkeit gering ist, dem Regen als auch dem Gegenwind zu entkommen. Können uns nur mental und physisch auf dieses potentielle Ereignis vorbereiten.

Rechne mit dem Schlimmsten und erwarte das Beste. Sobald du dich mit dem Zustand, der als „schlechtestes Szenario“ gekennzeichnet wurde, abgefunden hast, kann es nur besser werden. Rechne mit einem Schneesturm und ein Gewitter wird dich zum Lächeln bringen. Oder rechne mit einem Zugausfall, die Verspätung wird dich freuen. Vergleiche dich nie in die bessere Richtung, damit fügst du dir nur Leid zu. Was nicht notwendig ist.

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