Zeitmanagement – lässt sich Stress vermeiden?

Das Zeitmanagement gewinnt an Wichtigkeit. Einige Menschen klagen regelmäßig über Stress. Bei einigen führt es sogar bis hin zu einem Burnout. Andere müssen selbst erst bei Google nachschauen, wenn sie wissen möchten, was ein Burnout ist.

Woher kommen diese Unterschiede?

Auf den ersten Blick, machen doch beide Gruppen genau dasselbe. Wieso klagen die einen dann über Stress und die anderen wissen, selbst nicht, wieso Ihre Mitmenschen unter Stress leiden?

Stress wird im Allgemeinen wie folgt definiert: Stress (Engl. für Druck und Anspannung) bezeichnet zum einen durch spezifische äußere Reize (Stressoren) hervorgerufene psychische und physische Reaktionen bei Lebewesen, die zur Bewältigung besonderer Anforderungen befähigen, und zum anderen die dadurch entstehende körperliche und geistige Belastung.

Ich habe festgestellt, dass die Intensivität von Stress stark gemindert werden kann. Durch ein gut strukturiertes Zeitmanagement. Dies beginnt morgens beim Aufstehen und endet erst beim zu Bett gehen. Und nicht erst in der tatsächlichen Arbeitszeit.

So habe ich vor geraumer Zeit begonnen mir meine Termine sowohl Beruflich als auch in meiner Freizeit, stets in den Kalender meines Smartphones einzuspeichern. Dazu zählen nicht bloß die Zeiten, Wann ich Wo zu sein habe, sondern auch Warum und Was ich mitbringen darf. Dies hat mir sehr geholfen. Denn dadurch habe ich in meinem Bewusstsein deutlich mehr Kapazität, mich um wirklich wichtige Dinge zu kümmern. Und muss nicht immer noch im Hinterkopf behalten, dass ich diese Woche noch dieses oder jenes tun muss.

Meine Termine überprüfe ich jeden Morgen beim Frühstücken, so schlafe ich entspannt und kann mich morgens um die Anforderungen an mich kümmern. Da darf jeder seine eigene Herangehensweise finden. Beim Zeitmanagement hat jeder eine andere Priorisierung.

Meine persönliche Lieblingsvariante ist es, meine Termine in meinem IPhone zu speichern, außerdem habe ich mir vor einiger Zeit ein Macbook gegönnt. Dies ist wie ich finde mehr als praktisch. Meine Termine werden direkt mit dem Kalender synchronisiert, so dass ich nicht pausenlos auf mein Smartphone blicken darf. Sondern bequem vom Laptop aus, die Termine überprüfen und verwalten kann. Außerdem blendet mir der Kalender automatisch anstehende Ereignisse ein. So bin ich stets informiert, was als nächstes ansteht.

Es ist meines Erachtens, die einfachste und effizienteste Möglichkeit, sein eigenes Zeitmanagement positiv zu beeinflussen. Außerdem hilft es mir ungemein, meine Tages-To-Dos erledigen zu können.

Auch du hast sicher einmal festgestellt bei Aufgaben die dir Spaß bereiten neigst du zur Perfektion und vergisst jegliche anderen Erledigungen? So ging es auch mir. Da steht uns der eigene Perfektionismus im Wege. Wodurch die Subjektive Wahrnehmung zum Stressempfinden signifikant ansteigt. Doch ist dies durch einen gut strukturierten Kalender stark einzudämmen. So kann man bei einigen Projekten, Aufgaben und Veranstaltungen an denen man teilnimmt, sogenannte Puffer einplanen sowie eine gewisse Zeit die man für den Weg benötigt. Dies erfordert ein aktives oder gar proaktives Handeln. Und das Zeitmanagement wird stetig besser. So ist es nahezu ausgeschlossen in großen Stress zu verfallen.

Ebenfalls führe ich einen klassischen Kalender, diesen nutze ich ebenfalls gerne. Allerdings stößt dieser schnell an seine Grenzen, da er sich nicht synchronisiert, wie auch?! So habe ich für Termine in denen ich es als unhöflich empfinde mein Telefon in der Hand zu haben, diesen vorliegen. In dem ich Notizen mache, zu jedem Termin. Damit ich in der Zukunft noch weiß, welche Projekte und Aufgaben hier angestoßen wurden. Und auch was bis zum nächsten Termin erledigt haben darf. Das Zeitmanagement erfordert eine grundlegende Disziplin tatsächlich die oder den Kalender zu führen. Dennoch ist dies nicht stressiger als sich alles merken zu wollen. Wenn man sich alles merken möchte, macht man sich unterbewusst mehr Stress als mit einem Kalender der einen erinnert. Stets Up-to-Date zu bleiben.

Ein typischer Tag beginnt bei mir um 6 Uhr, die Gewohnheiten wie Zähne putzen und Duschen sind in meinem Kalender nicht integriert. Auch nicht das Frühstück. Aber dafür sind die Zeiten geblockt und nur in Ausnahmefällen lasse ich dort Termine zu. Ebenfalls ab 20 Uhr. In den circa 12 Stunden zwischen Frühstück und Abendessen, befinden sich alle beruflichen wie auch freizeitlichen Aktivitäten. So gehe ich an jedem Trainingstag fast zur selben Zeit zum Sport, so habe ich meine Gewohnheit und auch mein Körper weiß wann er sich auspowern darf. Doch auch solche Ereignisse die manche bestimmt sehr spontan und sporadisch machen, dürfen Organisiert sein. Das steigert das Zeitmanagement, die Disziplin und der Willenskraft. Und ein schöner Nebeneffekt ist so auch die Steigerung des Selbstwertgefühles.

Im direkten Austausch mit noch unbekannten Menschen, Freunden und Bekannten, höre ich häufig. Dass es doch auch Stress sei, wenn man tatsächlich liest, was man alles zu tun hat am Tag X. Meines Erachtens sagen dies nur Menschen die selbst nie ihr Zeitmanagement versucht haben zu optimieren. Und Sie deshalb etwas zu tun haben, direkt mit Stress gleichsetzen. Doch sollten jedem die meisten Aufgaben die er erledigt, Spaß bereiten. Natürlich macht den meisten Menschen etwas wie beispielsweise Putzen nicht sehr viel Freude, dies ist völlig okay. Aber sich darüber aufregen bringt auch nichts. Unnötige Kapazitäten Verschwendung, sich über etwas aufregen was erledigt werden muss oder man dies eh nicht ändern kann. Und wer Freude an dem hat, was er tut, dem kommt ein Stressempfinden wohl kaum in den Sinn. Allenfalls doch nur positiv, denn man kann auch durch Stress Vorteile empfinden. Durch weniger Stress beginnt das Zeitmanagement sich zu steigern.

Guter Stress wirkt sich positiv auf die Gesundheit aus, deshalb ist es sinnvoll, mehr davon zu bekommen. Hierbei ist es wichtig, Aktivitäten im Leben zu finden, die uns zufrieden und zugleich aufgeregt machen. Hier variieren die Aktivitäten bei jedem. Für den einen ist es ein Adrenalinkick mit einer Achterbahn zu fahren, für den nächsten wiederum ist es ein Auslöser von akutem Stress. Welche Aktivitäten in uns richtige Begeisterung hervorrufen, müssen wir für uns selbst herausfinden. Alles ist gut, was auf uns positiv wirkt.

Jedoch ist es wie mit allem gesunden, wenn man es übertreibt ist es nicht mehr gesund. So wird guter Stress schnell zu schlechtem Stress. Wer sich zu viel des guten Stresses zu fügt, verfällt schnell in eine Abwärtsspirale in dem der Stress chronisch wird. Und dies schadet dann dem Körper. Dieses Symptom findet man gewöhnlich bei Adrenalinjunkies. Man muss seinen eigenen Körper beobachten, um herauszufinden, wann die eigene Grenze erreicht ist. So beginnt ein optimales Zeitmanagement schon damit sich selbst zu beobachten und sich Zeit für sich zu erlauben.

Kann schlechter Stress zu gutem Stress werden? Nicht jede Art von schlechtem Stress kann in guten Stress umgewandelt werden, doch es ist möglich, seine eigene Wahrnehmung der stressauslösenden Faktoren zu ändern. Mit einer positiven Grundeinstellung kann man auch negative Stressfaktoren als nützlich und sinnvoll wahrnehmen, so dass sich die Reaktionen des Körpers entsprechend umstellen. Unser Körper ist ein wahres Wunderwerk, wenn man regelmäßig in sich hinein hört, wird einen so einiges wundern.

Dazu darf man achtsam mit sich umgehen. Durch die richtige Wahrnehmung kann man bewirken, dass auch in schlechten Stresssituationen Glückshormone ausgeschüttet werden, die den Stress in guten Stress umwandeln. Doch wie lässt sich die eigene Wahrnehmung verändern? Dies ist zu Beginn, noch etwas schwieriger aber mit der Zeit entwickelt man eine Routine, so wird es zur Gewohnheit. So versuche ich in negativen Situationen die Vorteile zu sehen, die Kehrseite der Medaille. Wir Menschen neigen Stark dazu uns selbst zu bemitleiden und nur das negative zu betrachten. Dies hat man seit Jahren so gemacht, deshalb ist es meist schwer aber nicht unmöglich die Konditionierung zu verändern und somit positiv zu beeinflussen.

Zum Schluss habe ich noch 3 Tipps zu einem guten Zeitmanagement für dich.

  1. Dein innerer Druck vermindert sich
  2. Du arbeitest effektiver
  3. Du denkst an alles

Beim Lesen dieses Artikels, wünsche ich dir genauso viel Freude, wie ich beim schreiben hatte.

 

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